Low Vison

„Das Mögliche nicht vergessen – das Schwierige tun – das Unmögliche versuchen.“

(Leitsatz des Low-Vision-Kreis e.V.)

Der Geschäftsinhaber von Berger Optik, Herr Volker Thieß, ist als Augenoptikermeister zertifizierter Low-Vision-Experte des Low-Vision-Kreis e.V.
Zu seinem besonderen Spezialgebiet zählt die Anpassung vergrößernden Sehhilfen.

Der Low-Vision-Kreis (LVK) wurde im Jahre 2005 durch eine Handvoll Augenoptiker, die sich in Ihrem beruflichen Alltag darauf spezialisiert hatten, sehbehinderten Menschen zu mehr Lebensqualität zu verhelfen gegründet. Bis zum Jahr 2015, ist dieser Kreis auf eine stattliche Zahl von über 40 Mitgliedern aus ganz Deutschland angewachsen.

Die Mitglieder sehen es als ihre Aufgabe, sehbeeinträchtigten Menschen die Suche nach den für sie idealen Sehhilfen zu erleichtern. Dazu muss jedes Mitglied des Kreises die spezielle Ausstattung, sowie umfangreiches Fachwissen und Erfahrung auf diesem speziellen Segment der Augenoptik nachweisen. Für Alle ist die Versorgung Sehbehinderter nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Dafür halten die Spezialisten des LVK das große Spektrum aller möglichen Hilfsmittel für ihre Kunden bereit. Sie legen großen Wert darauf, herstellerunabhängig zu beraten. Vielmehr verfolgt der Verein das Ziel, durch häufige Fortbildungsmaßnahmen und gegenseitigem Erfahrungsaustausch die Versorgung der Kunden ständig zu verbessern. Hierzu werden zweimal jährlich Tagungen veranstaltet, an denen alle Mitglieder pflichtgemäß und gerne teilnehmen.

Der überwiegende Teil dieser Tagungen ist mit Fachvorträgen und Fortbildungen ausgebucht und seit 2014 bei der Herbsttagung auch für Nicht-Mitglieder zugänglich. Wichtig ist der Blick über den Tellerrand hinaus, denn der Netzwerkgedanke wird im Low-Vision-Kreis groß geschrieben. Ob es nun der Besuch von Berufsbildungswerken, Hochschulen der Augenoptik, Betriebe der optischen Industrie oder Augenkliniken sind. All dies verschafft den nötigen Weitblick und die Verbindungen für eine optimale Versorgung. Die Aufnahmebedingungen in den Kreis sind hoch gesteckt, denn alle nehmen die Sache ernst und jedes Mitglied ist mit Herzblut dabei.

Was macht denn nun einen guten Low-Vision-Optiker aus? Was ist das für ein besonderes Gen?


Nun, ja - neben den fachlichen Voraussetzungen sind es wohl eine gute Beobachtungsgabe und die Fähigkeit, dem Kunden zuzuhören und im Zusammenhang mit der Vorbesprechung (Anamnese) herauszufiltern, wo der individuelle Bedarf des Kunden liegt. Eine gewisse Neugierde auf Randbereiche der Augenoptik ist hilfreich, denn hier werden durchaus spezielle Lösungen auch in Handarbeit gefertigt oder Brillenfassungen auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden umgebaut. Tja, und Geduld – Geduld ist wichtig. Oft ist auch psychologische Arbeit gefragt, z.B. um die Erwartungshaltung, dass alles wieder so wird wie früher, zurecht zu rücken, oder um dem Kunden mit verbesserter Sehleistung auch neuen Lebensmut zurück zu geben. Klingt nach einem aufwändigen Job? Ja, das ist es auch, aber die Dankbarkeit der Kunden und auch der Leumund, den die Spezialisten sich dadurch über die Jahre in ihren Einzugsgebieten erarbeiten, sind unbezahlbar. Alle Mitglieder pflegen intensiv den Netzwerkgedanken. So halten sie engen Kontakt zu den Augenärzten in der Umgebung, zu den Selbsthilfegruppen, Orthoptistinnen, Berufsförderungswerken, zu Augenkliniken und Sehbehindertenambulanzen, sowie zu Reha-Lehrern für Blinde und Sehbehinderte. Es wird versucht, die Sehsituation des Kunden ganzheitlich zu betrachten und zu optimieren. Das gleicht oft einem Puzzle und findet auch nicht immer nur in den Anpassräumen im Geschäft statt. Oft gehören auch Hausbesuche dazu, schon alleine deswegen, weil viele Sehbehinderte noch weitere Einschränkungen haben und teilweise nicht mehr mobil sind.

Im vereinseigenen Forum tauschen sich die Mitglieder rege über Lösungen für spezielle Herausforderungen aus.

Die Internetseite www.low-vison-kreis.de wird sehr professionell begleitet, ist barrierefrei und gibt allen Interessierten, Sehbeeinträchtigten und deren Angehörigen einen guten Überblick über die Leistungen der Mitglieder und ihre Verteilung im Bundesgebiet. Auch nach der Aussage dass man mit einer Brille sowieso „nichts mehr machen kann“ ist ein Besuch bei einem spezialisierten Augenoptiker des Low-Vision-Kreises meistens lohnenswert und trägt oft dazu bei, die Lebenssituation des Betroffenen zu verbessern.

 

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